Sonntag, 27. September 2009

Blütenpracht an den Etzwiesen


Die Blumen stehen in voller Pracht um die neu angelegten Trockenmauern. Letzte Gelegenheit für die Wild- und Honigbienen, ihren Wintervorrat aufzufrischen.
Die NABU Gruppe Seeheim-Jugenheim plant am 3. Oktober 2009 einen Arbeitseinsatz zur Vorbereitung einer Schafweide auf den Etzwiesen. Die Blumenwiese werden wir den Schäfchen aber noch nicht freigeben- die ist einfach zu schön.

Samstag, 26. September 2009

20. Pflanzenflohmarkt in Seeheim


Unsere Partnerorganisation BUND - Freunde der Erde feierte heute mit einem Glas Sekt das 20jährige Bestehen des Pflanzenflohmarktes in Seeheim. Ein Hoch auf das alte und neue Organisations-Team und vielen Dank für eurer Engagement!

Pflanzenflohmarkt in Seeheim: NABU Apfelpresse im Einsatz


Auch auf dem diesjährigen Pflanzenflohmarkt präsentierte die NABU Gruppe Seeheim-Jugenheim ihren Stand. Anziehungspunkt war die Apfelpresse, mit deren Hilfe Kinder frischen Apfelsaft zum Verkosten herstellten.

Mit den Hermelinen bei der Hirschbrunft im Taunus

Was soll ich euch berichten: die Hirsche brunften heuer eher stiller und leiser, als im letzten Jahr. Oder trauten sich nicht auf die Wiese, weil der ganze Wald voller Eicheln liegt. Also hörten wir wir das Röhren nur aus der Ferne und hatten unsere Technik umsonst in den Wald getragen. Es war trotzdem ein schöner Spätherbst-Abend im Taunus.


 
Zur Nacht suchten wir uns ein weiches Plätzchen unter einer Fichte- ein Zelt war dank des und trockenen Wetters nicht notwendig.
Der Morgen fand die Hermeline bei bester Laune.
Man beachte mit welchem Zartgefühl Langschläfer an den Frühstückstisch gebeten werden.
Dort drohte dem Neuling in der Gruppe der nächste Schock: das Frühstück wurde mit einem Wildschweinknochen angerichtet.
Wie sich herausstellte, sind aber auch Hermeline in der Lage, mit Messer und Gabel umzugehen.



Samstag, 12. September 2009

NABU Arbeitseinsatz an der Düne Neben Schenkenäckern

Zum NABU-Arbeitseinsatz an der Düne "Neben Schenkenäckern" waren heute eine fast ein Dutzend Aktive vor Ort. Erfreulicherweise haben sich auch ein paar neue Mitstreiter eingefunden, die den Kampf gegen das Hundszahn-Gras aufgenommen haben. Tatsächlich konnten wir die ganze Düne komplett durchforsten. Dank an alle Beteiligten!

Montag, 7. September 2009

"Lebendige Rasenmäher" Beweidung auf den Etzwiesen

Angeboten wurde dem NABU eine Beweidung des Etzwiesen-Geländes mit Schafen. Eine interessante Alternative zur Mahd, die wir gern wahrnehmen. Nach der Besichtigung am 10. September und dem Aufstellen des E-Zaunes könnten die Schafe zügig einziehen.
Beweidung durch Schafe, Rinder oder Ziegen ist die umweltfreundliche und preiswerte Alternative zum Mähen von Flächen mit Maschinen.
Extensive Beweidung ist ein Beitrag zum Erhalt vieler Blumen und Kräuter in den  Wiesen und zur Verhindern des Nachwuchses von Bäumen und Sträuchern. So werden die Flächen geschont und verschiedene Nutztierarten artgerecht gehalten.
Im Gegensatz zu einer intensiven Beweidung stehen hierbei nur wenige Tiere für kurze Zeit auf den zu beweidenden Flächen.


Samstag, 5. September 2009

Arbeitseinsatz an der Seeheimer Düne

Zum Treff an der Seeheimer Düne - zu finden in der Nähe des Verkehrsübungsplatzes - kamen heute nur zwei der üblichen Verdächtigen.
Der Einsatz galt der Zurückgrängung bestimmter Sträucher, die an der Düne an einigen Stellen aufgekommen sind.

Sonntag, 30. August 2009

Neue Gruppenstruktur bei den Wühlmäusen


Ab September 2009 wird eine Umorganisation der Wühlmaus-Gruppen notwendig:
Die Mädchen und Jungen der neuen Gruppe werden 6-11 Jahre alt sein. Sie treffen sich jeden Montag von 17 bis 19 Uhr unter Leitung von Wolfgang Lungershausen, Uli Steinmetz und Sigi Schumacher.
Die Feuersalamander treffen sich wie bisher jeden Donnerstag von 17 Uhr bis 19 Uhr. Treffpunkt aller Gruppen ist - wenn nicht anders angekündigt - jeweils bei Elke und Eki in Malchen in der Frankensteinerstraße 62.

Sonntag, 2. August 2009

Achtung, zahmer Steinmarder


Eckis neuer Hausgenosse und Pflegling ist ein vier Monate alter Steinmarder. Genauer eine junge Dame namens Matilda. Die Mutterrolle wurde einige Zeit von einem Hund wahrgenommen, doch jetzt ist es Zeit, sich auf ein Leben draussen vorzubereiten: da ist Matilda bei Ecki und den Wühlmäusen bestens aufgehoben.

Samstag, 1. August 2009

Kontrolle der Fledermauskästen




Rudolf Böhm kontrollierte die Fledermauskästen an den Märchenteichen ohne Erfolg- auch der winterfeste Kasten im Bild war nicht von Fledermäusen bewohnt. Dafür empfing ihn eine Gruppe von Siebenschläfern mit ungnädigem knurren.

Samstag, 11. Juli 2009

Hähnleiner Storchenfamilie

Ein Bild der Hähnleiner Storchenfamilie von Rudof Böhm. 2 Junge sind schon am letzten Samstag geflogen.



Der Arbeitseinsatz an der Binnenland-Düne galt einmal mehr der Bekämpfung des Hundszahn-Grases, dass die Düne zu überwuchern droht.
Nebenher zu beobachten war, dass die Fledermaus Sommerquartiere offensichtlich gut angenommen wurden: frische Kotspuren beweisen es.
Nachtrag: eine Nachkontrolle der Kästen am 1.8.2009 zeigte, dass die Kästen von Vögeln genutzt werden. Fledermäuse wurden dagegen nicht festgestellt.

Sonntag, 5. Juli 2009

Deutscher Edelkrebs im Krebsteich

Der Krebsteich trägt seinen Namen zu Recht: ein riesiges Exemplar kam am Abend des 4. Juli zum Vorschein. Im letzten Fotolicht weidete er den Teichgrund ab.
Die NABU Gruppe Seeheim unterstützt die Wiederansiedlung des Deutschen Edelkrebses seit einigen Jahren.

Samstag, 4. Juli 2009

Breitblättrige Stendelwurz


Die Breitblättrige Stendelwurz ist eine weit verbreitete Orchideenart, die auch mit schattigen Standorten zurecht kommt. Sie ist nicht so sehr auf kalkhaltigen Boden angewiesen, wie ihre Verwandten.
An den Etzwiesen kann man die Blüten am Wegrand von Anfang Juli bis in den August hinein finden.

Fledermaus-Schutz


An den Märchenteichen wurden durch die NABU Gruppe Seeheim eine Reihe von Fledermaus-Sommerquartieren eingerichtet. Fledermäuse lieben es, in Kolonien zu siedeln, deshalb wurden die Kästen in grösseren Gruppen angebracht.
Die grosse Unterkunft sollte eigentlich als Winterquartier dienen. Möglicherweise war die Unterkunft aber nicht hinreichend frostsicher, denn im Winter 2008/09 gab es an den Märchenteich-Kolonien einige Verluste. Es wird einige Jahre dauern, bis sich wieder so viele Fledermäuse wie früher am Abend über den Teichen sammeln.
Das Winterquartier muss im Herbst 2009 geprüft werden.

Arbeitseinsatz an den Etzwiesen
































Mit der Ruhe war es auf den Etzwiesen an diesem warmen Sommermorgen schon bald vorbei; die Wühlmäuse pflanzten einige neue Sträucher in die Benjeshecke und Sumpfpflanzen an die Teichränder. Danach aber hielt sie niemand mehr von der Einweihung der Teiche auf ihre Art ab: die Teichfrösche mussten die Hoheit abgeben und fanden nach dem Wühlmaus-Bad einen ziemlich trüben Tümpel vor.
Das Wühlmaus-Mittagessen
bestand dann aus einem Nudelgericht, angereichert mit Kräutern von den Etzwiesen.


Teiche


Der Salamanderteich an der Friedensquelle (Bild rechts) wurde im April 2009 von der Gemeinde Seeheim-Jugenheim ausgebaggert und ist jetzt wieder in gutem Zustand.
Der Amphibienteich (Bild links) ist ein durch einen kleinen Damm abgetrennter Teil der Märchenteiche. Jetzt im Sommer 2009 stark verschlammt und kaum noch als Laichplatz geeignet, benötigt er bald möglichst eine Sanierung.

Sonntag, 28. Juni 2009

Wildbienen-Exkusion zur Seeheimer Düne

Die eiszeitliche "Seeheimer Düne", gelegen zwischen Seeheim und Jugenheim, ist mit ihren offenen Sandflächen und dem Blütenreichtum eine der besten Beobachtungsplätze für Wildbienen. Über 350 von den aktuell 424 in Deutschland nachgewisenen Wildbienen sind im Rhein-Main-Gebiet zu finden, wie unser Exkursionsleiter Stefan Tischendorf darlegte.
Erstaunlicherweise sind davon über 20% Brutschmarotzer, also Wildbienen, die nicht selbst für ihre Brut sorgen, sondern vielmehr ihre Eier in fremde Nester legen.
Schon auf den ersten Metern Wegs an der Düne fischte Stefan im Vorbeigehen mit seinem Kescher Wegwespen, Grabwespen und Wildbienen aus der Vegetation und teilte zu jedem Exemplar Wissenswertes und Erstaunliches mit. Er erzählte aber auch, warum er Wildbienen, wie die Mohnbiene, nicht mehr fangen kann, obwohl an Mohn kein Mangel herrscht.
Am Wegrand beobachtet wurde von den Exkursionsteilnehmern unter anderem, wie eine kleine Krabbenspinne eine vielfach größere Honigbiene einfangen konnte (Foto unten).
Von Stefan Tischendorf wurden die Exkursionsteilnehmer auf das faszinierende Verhalten von Sandbienen aufmerksam genacht, die erstaunlicherweise gerade sandige Trampelpfade als Brutplatz auserkoren haben und trotz der regelmäßigen Zerstörung der Sandoberfläche durch Fußgänger und Radfahrer zielgenau den Pollen zu ihren Höhlen eintragen.
Teilweise entscheiden Kleinigkeiten darüber, ob ein Biotop wertvoll für Wildbienen wird, oder nicht. So ist für die Sandbienen zum Einen eine Vielzahl von Blüten wie Natternkopf und Nachtkerze notwendig (es müssen nicht unbedingt seltenen oder Rote Liste Arten sein)- das ist einzusehen. Notwendig ist aber vor allem gestörter Boden: schon die Umwandlung eines sandigen Feldweges in eine Schotterstrasse, wie an der Seeheimer Düne geschehen, hat dramatische Auswirkungen auf die Sandbienen: über dem Schotter gibt es keinen Flugverkehr, gleich daneben der kleine Trampelpfad wird dagegen heftig frequentiert.
Die Wildbienen leiden insgesamt sehr unter der geänderten Agrar- Wirtschaftsweise: Abkehr von kleinen Flächen und Feldrainen mit vielen Blüten, kaum noch offene Bodenflächen und anderes haben dazu geführt, dass in Hessen nur noch 7 von ursprünglich 20 Hummelarten zu beobachten sind.
Um so wichtiger ist der Erhalt von wichtigen Biotopen und möglichst die Einrichtung von großflächigen Schutzgebieten und Pufferzonen mit einer Wirtschaftsform, die den Erhalt der Wildbienen sichert.
Stefan hat sich bereit erklärt, die Wildbienenexkursion 2010 wieder anzubieten. Das Angebot werden wir zu gern annehmen.





Seeheimer Düne
























Die eizeitliche Düne ist gelegen an der B3 zwischen der Abfahrt nach Seeheim und der Abfahrt nach Jugenheim. Sie ist als "Seeheimer Düne" ausgewiesenes FFH-Gebiet.
Die Düne beherbergt einige Orchideenarten, wie die Pyramiden-Orchidee (Foto oben) und die Bocksriemenzunge, den blauen Lein (Foto am Standort und Blüte) und die Karthäusernelke
(Foto oben).
Der trockene Standort wird von seltenen Schnecken besiedelt. Die Tiere retten sich vor der extremen Hitze an diesem Standort, indem sie sich tagsüber an Pflanzen so weit als möglich vom heissen Erdboden entfernt anheften. Sie verschliessen ihr Haus mit einem Häutchen und warten auf den Einbruch der Nacht oder feuchterer Phasen.
Die Düne wird von der NABU Gruppe Seeheim unter Anleitung von Frau Dr. Hillesheim gepflegt.

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